unzufrieden im Job / Jobfrust

Unzufrieden im Job? – Zeit, das zu ändern!

„Ich habe keine Lust aufzustehen!“ Jeden Morgen das gleiche Spiel. Bevor der Tag überhaupt richtig beginnt, ist er eigentlich schon wieder gelaufen. Allein beim Gedanken an die Arbeit verschwindet jegliche Motivation. Geht es dir auch so? Dann bist du nicht allein, denn so wie du empfinden ganz viele Beschäftigte. Sie sind unzufrieden im Job. In unzähligen Schlafzimmer tummeln sich deshalb nach dem Klingeln des Weckers kleine fiese Gesellen: Missmut, Abgeschlagenheit, Frust! Der Ausblick auf den bevorstehenden Arbeitstag erstickt jegliche positive Energie sofort im Keim. Aber warum ist das so und was kannst du gegen diesen Jobfrust tun?

Viele Gründe führen zu Unzufriedenheit im Beruf

Die Gründe für die Unzufriedenheit sind vielfältig. Vorrangig ist es nicht die Bezahlung, sondern Leistungsdruck, ständige Verfügbarkeit und fehlende Abgrenzung von Berufs- und Privatleben machen viele Arbeitnehmer unzufrieden im Job. Aber auch Unterforderung, starre Hierarchiestrukturen und mangelnde Anerkennung wirken sich negativ auf die Zufriedenheit aus. Stress mit dem Chef, schlecht gelaunte, autoritäre Vorgesetzte, Mobbing und fehlende Aufstiegschancen wirken in hohem Maße demotivierend. Nicht zuletzt führt die fehlende Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei vielen Arbeitnehmern zu Unzufriedenheit. Aber auch die Möglichkeit, zeitlich und räumlich flexibel zu arbeiten, hat immer mehr Einfluss auf den Zufriedenheitsfaktor.

Schwerwiegende Folgen

Die sich daraus ergebenden Folgen sind für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen gravierend: die Unzufriedenheit führt zu Resignation und innerer Kündigung (auch Quiet Quitting genannt), die Arbeit macht keinen Spaß mehr, wodurch die Leistung sinkt. Stattdessen steigt in vielen Fällen aufgrund der stetigen Belastung die Anfälligkeit für Krankheiten. Schlafprobleme, Kopf- und Rückenschmerzen, erhöhte Reizbarkeit, Nervosität und Depressionen können die Folge sein. Wird dieser Entwicklung nicht rechtzeitig entgegengesteuert, kann es u. a. zum Burn-Out-Syndrom kommen.  

Wahrscheinlich hast du bisher nicht nur einmal, sondern mehrmals zustimmend genickt und dich wiedererkannt.

Unzufrieden im Job = unzufrieden im Privatleben

All diese Faktoren haben nicht nur großen Einfluss auf deinen beruflichen Alltag, sondern sie wirken sich auch extrem auf dein Privatleben aus – und das ist zeitlich sowieso oftmals schon knapp bemessen. Unser Tag hat 24 Stunden. Bei einer Vollzeitbeschäftigung verbringen wir davon schnell zehn Stunden mit beruflichen Belangen und Fahrtwegen. Hinzu kommen sieben bis acht Stunden Schlaf – wenn es denn gut läuft. Es verbleiben also rund sechs Stunden Freizeit, die aber keineswegs frei sind. Hier tummeln sich alle privaten Aufgaben von Haushalt über Arzttermine bis zu Taxifahrten für den Nachwuchs. Das Leben kann manchmal ein ganz schöner Schweinsgalopp sein.  

Richtig anstrengend wird es deshalb, wenn sich die Unzufriedenheit im Job zwangsläufig auf das Privatleben auswirkt. Wenn du aufgrund eines schwierigen Berufslebens gereizt bist, schlecht schläfst, dich abgeschlagen und antriebslos fühlst, bist du es auch privat. Unzufriedenheit und Überbeanspruchung werden nicht an der Stempeluhr abgegeben! Stress und Streitigkeiten mit den Menschen, die dir lieb und wichtig sind, sind vorprogrammiert.

Wann ist denn Endlich Zeit für schön?

Statt das Grundproblem zu erkennen und zu ändern, ergeben sich viele Menschen aber einfach der Situation. Sie versuchen, auf einem toten Pferd ein Galopprennen zu gewinnen. Um deine berufliche und persönliche Zufriedenheit wiederherzustellen, bedarf es manchmal kleinerer, manchmal auch größerer Justierungen an der Stellschraube. Das Wichtigste dabei ist es, deine ganz persönliche Situation erst einmal zu analysieren und dem Grund für die berufliche Unzufriedenheit auf die Spur zu gehen. Du solltest dich nicht davor scheuen, hierzu Hilfe in Anspruch zu nehmen – sei es durch professionelle Unterstützung oder nahestehende Personen. Weißt du genau, was dich im Job unzufrieden macht? Kannst du deine Gründe in maximal drei Sätzen kurz und knapp wiedergeben? Versuch einmal, deine Unzufriedenheit in Worte zu fassen – denn oft ist der Jobfrust ein diffuses Gefühl, welches du selbst noch gar nicht benennen und eingrenzen kannst. Um ihn ändern zu können, ist es wichtig, dass du ihn genau kennst.

Aktiv werden und Maßnahmen ergreifen

Ist die Wurzel des Übels erkannt, heißt es, Maßnahme zu ergreifen und konsequent umzusetzen – was nicht immer leicht ist. Wenn du zum Beispiel vom Naturell her zurückhaltend und eher ängstlich bist und jetzt ein offenes, klärendes Gespräch mit deinem Vorgesetzten führen musst, brauchst du viel Anlauf und mentale Vorbereitung, um über deinen eigenen Schatten zu springen.

Egal, um welche Maßnahmen es geht, sie haben alle eines gemeinsam: Sie bringen dich immer ein Stück weiter.

Und das Ergebnis danach kann immens sein: Ist die Zufriedenheit wieder gegeben, legen sich oftmals auch psychische und physische Begleiterscheinungen nach einer Zeit, Leistungsfähigkeit und Ausgeglichenheit steigen, die eigene Mitte ist wieder in Balance. Statt „alles ist doof“ heißt es dann „alles ist gut, wie es ist“.

Es lohnt sich nicht, ein totes Pferd zu reiten

Steig von deinem toten Pferd ab und sattel um auf ein lebendiges! Je nachdem, woran dein Pferd gestorben ist, kann das neue im selben Stall stehen oder aber in einem völlig anderen.

Und um es mit den Worten von Albert Einstein zu sagen: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig darauf zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

Sei nicht wahnsinnig, sei dir selbst wichtig!


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